Viel Zeit bleibt nicht mehr: Von den 200.000 Mädchen, die im Asien-Pazifik-Krieg zur Prostitution für japanische Soldaten gezwungen wurden („Trostfrauen“), leben nur noch ein paar Dutzend. Won-ok Gil, eine der letzten noch reisefähigen Betroffenen, war in Berlin und baut auf europäische Solidarität, …
Aktuelles
Friedensfestival am Alexanderplatz
Podiumsdiskussion vom 6. bis 8.8.2010 „Sexualisierte Kriegsgewalt: Schicksal der „Trostfrauen“.
Die Zeitzeugin Frau Won-ok Gil (84 Jahre alt) kommt auf Einladung des Friedensfestival Berlin in Begleitung von Frau In-hui Lee einer Aktivistin von “The Korean Council for the Women Drafted for Military Sexual Slavery by Japan” aus Südkorea nach Berlin.
Trostfrauen: Medienauswertung bis 2009
Diese Liste ist nicht vollständig. Wir nehmen Links zu interessanten Artikeln gerne noch auf.
“Trostfrauen” – Von der Ohnmacht zur Ohr-Macht
Film, Vortrag, Multimediale Präsentation. Ergänzt wird die Veranstaltung durch einen Vortrag von Nataly Jung-Hwa Han, die das Korea Kommunikations- und Forschungszentrum in Berlin leitet und sich für die Rehabilitation der »Trostfrauen« einsetzt. Gezeigt werden auch Porträtaufnahmen von »Trostfrauen« des japanischen Fotografen Tsukasa Yajima, der als Fotojournalist u.a. für die renommierte japanische Tageszeitung Asahi Shinbun gearbeitet hat. Die Veranstaltung soll die Rehabilitierung der Frauen voranbringen, denn die japanische Regierung hat bis heute weder die Frauen entschädigt, noch sich bei ihnen entschuldigt.
Von der Ohnmacht zur Ohr-Macht: Film und Vortrag über ‘Trostfrauen’
Film und Vortrag über ‘Trostfrauen’ im Rahmen der Ausstellung Lagerbordelle. Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern. Die Ausstellung, eine Kooperation zwischen der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, der Gruppe Die Aussteller, Wien und dem Institut für Kunst im Kontext, UdK Berlin, thematisiert ein bisher wenig beachtetes Thema des nationalsozialistischen Lagersystems.
“Trostfrauen”- Ihr Weg zur Versöhnung
Die Aufarbeitung des Kriegsverbrechens der systematischen Zwangsprostitution durch das japanische Militär im Asien-Pazifik-Krieg (1937-1945). Am 11. und 12.3.2010 gibt es eine Filmvorführung, Vorträge und Diskussion in Wuppertal.
7.11.2008 Berlin | Der unaufgelöste Schmerz der „Zwangsprostituierten“
Ein unvorstellbar grausames Kapitel der Geschichte bedeuten die perfide geplanten und akkurat ausgeführten „Zwangsverschleppungen”, d.h. Betrug und Entführungen von Mädchen und junger Frauen aus Korea, China, Taiwan und weiterer asiatischer Länder während des Asien-Pazifik-Krieges (1931-1945) durch die japanische Armee. Eine der wenigen noch reisefähigen Zeitzeuginnen, Frau KIL Won-Ok, will am Freitag, den 7. November 2008 in Berlin über ihre Erfahrung sprechen, damit eine solche Gewalttat nicht erneut an junge Mädchen und Frauen verübt wird.
11. Korea Madang: Erzwungene Prostitution in Kriegs- und Friedenszeiten 전시와 평화시의 성노예
Erinnerungen verblassen mit der Zeit und gehen verloren mit jedem Zeugen, der stirbt. Eine Aufgabe der Geschichtsschreibung ist, grausame Geschehnisse festzuhalten, denn nur durch das Erinnern über Generationen hinweg entsteht der Wille zum Durchbrechen von Wiederholungen. Im Sammelband „Erzwungene Prostitution in Kriegs- und Friedenszeiten” herausgegeben von Prof. Dr. Barbara Drinck und Chung-Noh Gross zeigen WissenschaftlerInnen wie AktivistInnen in ihren Beiträgen die weltweite Verbreitung von organisierter sexueller Gewalt gegen Frauen und Mädchen als tabuisiertes Phänomen unseres Zeitalters auf.