Workshop: Sexuelle Gewalt während des Zweiten Weltkriegs

8. 11. 2013, 13.00 -18.30 Uhr in KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Eine Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und der AG “Krieg und Geschlecht” des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Sexuelle Gewalt im Zweiten Weltkrieg hatte viele Gesichter: Häufig spielte sie bei militärischen Eroberungen eine Rolle. So übten beispielsweise deutsche Soldaten während des Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion regelhaft sexuelle Gewalt aus, das japanische Militär versklavte bis zu 200 000 Frauen in „comfort stations“.

Auch in nationalsozialistischen Konzentrationslagern gab es Formen sexueller Gewalt. In den großen Männerkonzentrationslagern richtete die SS Lagerbordelle für privilegierte männliche KZ-Häftlinge ein, in denen weibliche Häftlinge sexuell ausgebeutet wurden.

Im Rahmen des Workshops setzen wir uns mit der Verwobenheit von Krieg, Sexualität und Gewalt auseinander und sprechen über die Folgen für die Betroffenen.

Programm

13.00 Uhr Gaby Zipfel: Einführung 13.30 Uhr Regina Mühlhäuser: An allen Fronten. Sexuelle Gewalt im Zweiten Weltkrieg in Europa und Asien 14.30 Uhr Pause 15.00 Uhr Nataly Han: Von der Ohnmacht zur Ohr-Macht. Massenvergewaltigungen von Frauen in japanische Militärbordellen 16.00 Uhr Ulrike Jensen/Karin Heddinga: Zwangsprostitution in nationalsozialistischen Konzentrationslagern 18.00 Uhr Abschlussdiskussion 18.30 Uhr Ende des Workshops

Informationen zu den Referentinnen:

Nataly Jung-Hwa HAN ist Mitarbeiterin im Korea-Verband, Koreanistin und Dolmetscherin. Sie hat sich intensiv mit der Situation der „Comfort Women“ („Trostfrauen“) in Korea beschäftigt. Karin Heddinga ist Diplompädagogin und analytische Kinder- und Jugendtherapeutin i.A. Sie arbeitet als freie Gedenkstättenpädagogin und als Therapeutin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ulrike Jensen ist Historikerin und Gedenkstättenpädagogin. Sie arbeitet im Studienzentrum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Regina Mühlhäuser ist Historikerin und Ansprechpartnerin der AG „Krieg und Geschlecht” am Hamburger Institut für Sozialforschung sowie der Internationalen Forschungsgruppe „Sexual Violence in Armed Conflict”. Gaby Zipfel ist Initiatorin und Ansprechpartnerin der AG „Krieg und Geschlecht“ am Hamburger Institut für Sozialforschung sowie der Internationalen Forschungsgruppe „Sexual Violence in Armed Conflict“.

Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 20. Oktober 2013 bei: Ulrike Jensen, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Tel. 040 428 131 519, ulrike.jensen@kb.hamburg.de. Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei.