Gefördert von der Stiftung Filia initiierte der Korea Verband mit Unterstützung aus der AG Trostfrauen ein erstes Projekt zur Vermittlung der Ausstellungsinhalte des Museums MuEon DaEon an Jugendliche. Hierbei ging es nicht nur über die historischen Inhalte, was den „Trostfrauen“ widerfahren ist, sondern auch, diesen den Wunsch zu erfüllen, dass die ganze Welt von ihrem Leid erfährt, sodass sich so etwas niemals wiederholt.

Über das Projekt

Acht Schülerinnen der 10. Klasse der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule in Berlin-Moabit nahmen an dem Projekt mit dem Korea Verband teil. Anhand der Friedensstatue und der Geschichte der sogenannten „Trostfrauen“ behandelten sie Fragen über sexualisierte Gewalt in Kriegs- wie Friedenszeiten, von damals bis heute. Jede Woche haben sie Eindrücke und Gefühle, die sie aus Dokumentationen über die „Trostfrauen“ sowie gemeinsamen Diskussionen in den Räumen des Museums gewinnen konnten, in Bildern, Kalligraphie, Origami und Gedichten verarbeitet.

Die Ergebnisse wurden gesammelt und für den Monat März in der Vitrine vor dem Rathaus Tiergarten ausgestellt. Jugendgerecht wird hier an diese schwierige, doch immens wichtige Thematik herangeführt. Das Leid und die bewundernswerte Wandlung der „Trostfrauen“ zu Aktivistinnen, die Strahlkraft ihres Aktivismus, sowie die dringende Notwendigkeit, über sexualisierte Gewalt in jedem Kontext zu sprechen und dagegen zu agieren, werden in den Werken und ihrer Zusammenstellung deutlich gemacht. Eine kurze Videosequenz veranschaulicht, wie die Treffen der Mädchen im MuEon DaEon Museum dieses mehr und mehr zu einem Safe Space machten, in dem sie sich ihrer eigenen Stimmen ermächtigen konnten.

Einblick in das Projekt “Meine kleine Friedensstatue – Weltweit!”

Eröffnung am 06.03.2020

Am Tag der Eröffnung der Ausstellung am 06.03.2020 fanden sich trotz strömenden Regens etwa 30 Personen zusammen, um den Grußworten von Nataly Jung-Hwa Han, der Vorsitzenden des Korea Verbandes, von Marie-Antonia Melzer, der Projektbetreuerin, von Hyemi Jo vom Korea Verband in internationaler Gebärdensprache, und vor allem von den Schülerinnen selbst zuzuhören. Nach kurzer, eingehender Begutachtung der Ausstellung zog noch ein großer Tross in die Räume des Korea Verbandes und des Museums MuEon DaEon, um sich bei Kaffee und Kuchen aufzuwärmen und auf die Ausstellung anzustoßen.

  • Marie-Antonia Melzer und Hyemi Jo beschreiben das Projekt in ihrem Grußwort

Meine kleine Friedensstatue in unserem Alltag

Das folgende Video, das auch auf einem Bildschirm in der Vitrine gezeigt wird, soll zusätzlich zu den Werken noch mal den jeweils persönlichen Lern- und Selbstermächtigungsprozess der Schülerinnen dokumentieren. Durch Veralltaglichung wird die kleine Friedensstatue mit dem, was sie transportiert, zu einer Präsenz.

Meine kleine Friedensstatue im Alltag der Schülerinnen

Presseberichte